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Drei Wochen lang, vom 1. bis 22. Dezember waren sie im Kloster-Kreuzgang zu bestaunen: Krippen und andere Figuren aus Afrika, Südamerika, Asien. Viele Besucher, darunter Schülerinnen und Lehrkräfte haben sie gesehen.
Schülerinnen der Klasse A9b unterstützten die internationale Krippenausstellung und das damit verbundenen soziale Projekt mit eigenen Aktivitäten: Sie bereicherten den Verkaufstisch mit selbstgebackenen Plätzchen zugunsten des Malaika Children’s Home in Kenia, sie übernahmen Aufsichten und kleine Führungen, sogar an Nachmittagen in den Weihnachtsferien.! Als Belohnung überreichte Schuldekan Hans-Georg Dietrich einen Beitrag für die Klassenkasse und einigen besonders engagierten Schülerinnen kleine Erinnerungsstücke afrikanischer Kunsthandwerker.
Ronja Engelhardt und Johanna Hiddemann trafen sich zum Interview mit dem Initiator der Ausstellung, Pfr. i.R. Willy Schneider.

Zusammenfassung eines Interviews mit Pfr. Willy Schneider, dem Initiator der Krippenausstellung und des Malaika Children’s Home in Kenia:

1. Wie ist W. Schneider zu diesem Malaika-Projekt gekommen?
Er hat mit den einheimischen Jugendlichen Gräben für Regenwasser in den matschigen Slumgebieten gebaut. So kam er in Kontakt mit den Straßenkindern und sorgte für ihre Verpflegung. Daher kam er auf die Idee ein Waisenhaus mit einer eigenen Grund- und Hauptschule zu gründen. Diese hatte nur kleine Klassen mit 20-25 Schülern anstatt ca. 60 wie sonst üblich. Danach werden sie auf Secundary-Schools in Nachbardörfern verteilt. So wurden dann z.B. im August 2017 30 neue Kinder aufgenommen. Sie beginnen aus Abfällen ihr Spielzeug selber zu bauen (z.B. Autos oder Bälle). Ihr Motto ist dann: „Einfälle für Abfälle“

2. Wie war es für ihn die Menschen in einem Slum leben zu sehen?
Er meint von außen sei es ziemlich schockierend, da die Lebensbedingungen fremd und unvertraut sind. Wenn man die Einheimischen dann aber besser kennenlernt, sieht man es mit einem „anderen Auge“. Sie haben z.B. zusammen richtige Toiletten gebaut.
Da Slums der billigste Wohnraum ist, sind sie sehr dicht besiedelt. 2017 waren es 600 000 Menschen, die in Nairobi (der Hauptstadt von Kenia) in Slums leben.

3. Was hat Herrn Schneider an den Ausstellungsstücken so fasziniert?
Ihn beeindruckt, dass die Menschen, die nicht nur in Slums sondern auch in Dürregebieten, so viel Elend erfahren haben so künstlerisch begabt sind. Außerdem faszinieren ihn die verschiedenen Ausdrucksweisen und Materialien der Ausstellungsstücke.

4. War die Ausstellung einmalig oder wird es in der Zukunft noch weitere Ausstellungen geben?

Es gab schon einige Ausstellungen in Gemeinschaftssälen oder öffentlichen Gebäuden, jedoch eignen sich Kirchen und religiöse Stätten am besten. „Dort fühlen sich die Krippen am wohlsten“ meint W. Schneider.

Die Fragen stellten Johanna Hiddemann und Ronja Engelhardt
aus der Klasse A9b