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Die Theater-AG der Klosterschulen nahm sich einen Kinderbuchklassiker vor: „Alice im Wunderland“ ,das 1895 von Lewis Carroll verfasst wurde. Allerdings in einer Version, die von der Autorin Nina Naujoks modernisiert wurde und die die Geschichte der Freundschaft von Alice und Timo in den Mittelpunkt der Handlung stellt.
Sehr einfühlsam hatNina Naujoks die Geschichte in Richtung einer Geschichte des Erwachsenwerdens in der Pubertät interpretiert – und die beiden Hauptdarstellerinnen Alicia Cagneaux /Alice) und Afra Tasdemir(Timo) haben ihre Rollen ganz intensiv gekonnt in Sprache und Gestik ausgefüllt, die Spielfreude war in jeder Szene zu spüren.
Einst unzertrennliche Freunde, haben Alice und Timo in ihrer Kindheit das ‚Wunderland ‚ erschaffen. Nun hat sie die Pubertät voll erwischt ,sie haben sich entzweit , es geht einfach alles schief. Die Superschülerin Alice wird von der Schule, aber auch von Timo angeödet-
jede Perspektive geht verloren!
Dann hat Timo auch noch einen Unfall,liegt schwerverletzt im Krankenhaus. Und da wacht Alice in der lieblichen Welt der Kindheit, im gemeinsamen Wunderland ,wieder auf- und auch Timo ist dort gelandet! Hutmacher und Häsin,(köstlich: Angelina Kraus als Hutmacher und Vanessa Falk als verzweifelt weinendes weißes Kaninchen) ,zwei wundersame Bewohner des Wunderlandes ,klären sie auf: Das Wunderland ist in Gefahr, denn der ‚magische Kristall‘ ist zerbrochen!
„Der Kristall ist unser Leben -ohne ihn wird es nichts mehr geben!“ So die verzweifelte Feststellung der vier. Jetzt wird das Wunderland zum Spiegel einer Freundschaft:
„Es ist nie zu spät, das zu werden, was man hätte sein können!“ stellen Alice und Timo fest. Denn eine Prophezeiung hat sie auserkoren, das Wunderland zu retten! Sie haben verschiedene Aufgaben zu erfüllen, der Lohn ist jeweils ein Teil des Kristalls. Die schwarze und weiße Königin (sehr beeindruckend:Lara-Marie Dau) mischt im Guten wie im Bösen mit, umgeben von zu elegischer Musik über die Bühne wirbelnder Luftwesen. Nach vielen Abenteuern, bei der fast shakespearmäßig alle möglichen Wesen auftreten ,wie z.B. eine böse Hexe, Erdwesen ,die Lorelei und Medea, ja sogar eine Teufelin, haben sie die vier Teile des Kristalls, die wohl den vier Elementen entsprechen, wieder zusammengefügt.

Eine ganz große Leistung ,die die Theater-AG unter der Leitung von Lehrerin Annika Roth und Assistenz von Lehrerin Judith Eberl da abgeliefert hat. Die jungen Schauspielerinnen haben den Figuren des Stücks jene Charakteristika gegeben, die die Autorin in ihnen wohl angelegt hat. Sogar Themen wie z.B. Mobbing klangen in den Dialogen an – ein Kinderbuchklassiker, aber eben behutsam entstaubt. Die ‚Standing Ovations‘ des Publikums waren der reichliche Lohn für diese mimische Glanzleistung! Man wünscht der AG weitere solche grandiosen Aufführungen.

P.S.: Eine schöne Geste, die Schule machen sollte : Alle Helfer, von Herrn Christan Seitz, der die technischen Belange sicherstellte, Frau Haß, die als Souffleuse wirkte, Frau Angela Pace und Frau Anna Schmidt,die für die richtige Beleuchtung sorgten bis zu den Hausmeistern , Herrn Herbert Braun und Herrn Thorsten Feißt, wurden auf die Bühne geholt und bedankt !

H.Schaufler