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Offenburg(hes).Groß war die Aufregung für etwa hundert Fünftklässlerinnen des Gymnasiums und der Realschule der Klosterschulen beim diesjährigen Adventskonzert in der Klosterkirche Unserer Lieben Frau. Aber bald wurde aus dem Suchen nach dem richtigen Platz und der passenden Aufstellung eine prächtige musikalische Aufführung. Direktor Wilfrid Arens rezitierte in seiner Begrüßung ein Gedicht von Matthias Claudius „Immer ein Lichtlein mehr im Kranz, den wir gewunden, dass er leuchte uns so sehr durch die dunklen Stunden…“. Voller Stolz und Freude verwies er auf die Schülerinnen,, die sicher mit ihrem Musical zum Advent zu diesem Leuchten einen Beitrag leisten würden. Einen Vorgeschmack gaben die 5.Klassen schon einmal mit einem schön gesungenen Lied „Wir sagen euch an den lieben Advent“.Mit einer feierlichen „Renaissance-Suite in drei Sätzen“ von Tielman Susato intonierte die Kamermusik-AG unter der Leitung von Dr.Sebastian Klemm dieses Stück in der höfischen Manier jener Zeit. Dabei zeigte sich diese Kammermusik-AG als harmonisches Ensemble ,das in präzisem Zusammenspiel sich sicher in diese Musik einfühlen kann. Mit Violine(Tjorven Beck),Flöten(Celine Lipps,Sara Stürzel,Marie-Aimée Klemm),Horn(Sarah Schlisske) und Klarinetten(Carmen Hurst,Clara Röderer) zeigten die Schülerinnen sich sowohl bei den Solos sehr virtuos wie auch bei den Tutti-Passagen als erstaunlich voluminöser Klangkörper. Man blieb in der Renaissance: Die „Ronde“ eines unbekannten Meisters jener Zeit wurde im Tanzstil feierlich und fröhlich zugleich umgesetzt. Leider ist bei diesem Grad der Reife die Auflösung eines solchen Kammerensembles durch Schulzeitende einiger Schülerinnen angesagt und die Mühen auf dem Weg zur Perfektion beginnen von Neuem! Die Zweite Arbeitsgemeinschaft, die AG-Chor, stand dem als Vokalensemble mit „Maria durch ein Dornwald ging“ nicht nach: Klare, helle Stimmführung, feinsinnige Interpretation dieses Kirchenliedes – ein Hörgenuß! Die Freude am Singen und auch am Spiel konnte sich dann voll entfalten in dem Musical zur Weihnachtsgeschichte „Am Himmel geht ein Fenster auf “ von Jörg Ehni und Uli Führe. Hilke Polley, Musiklehrerin an den Klosterschulen, gelang es , die Lebendigkeit, Sing- und Spielfreude ihrer ca. 100 Elevinnen aus den 5.Klassen in szenische Gestaltung in der Art eines Singspiels umzusetzen. Köstlich, wie Kaiser Augustus (Elisa Henkel) mit imperialem Gehabe und lorbeerumkränzt zur Steigerung des Steuereinkommens eine Volkszählung anordnet – der Beginn der Weihnachtsgeschichte. Laut hörbar die Klage des Volkes, das daraufhin unterwegs ist und nach einem Erlöser vom römischen Joch lechzt. Zum Schmunzeln die Klage der schwangeren Maria(Mathilda Frank), gegenüber Josef (Carlotta Klenert),der zum Aufbruch nach Bethlehem drängt: . „Wenn Männer Kinder kriegen würden…“ Anrührend das Klagelied des heiligen Paares mit einer wunderschönen Blockflötenbegleitung durch Marie-Aimée Klemm. Immer wieder gab es ‚Schmunzel-Einlagen‘, etwa bei der Darstellung des König Herodes (Hadis Mahbubi), der sich ständig im Selbstgespräch seine Großartigkeit bestätigen muß und seine Sänftenträger traktiert. Drei Reiche von der ‚Bank des Orients‘ bringen ihm die erschreckende Nachricht, dass in Bethlehem , diesem „Kuhfladen in seinem Reich“, ein neuer König geboren sei. „Ein neuer König im eigenen Land – und mir ist nichts bekannt!“.singt Herodes der Große verunsichert. Dann befiehlt er den grausamen Kindermord -aber selbst einige seiner Soldaten verzweifeln an diesem Befehl. Mit schöner Violinbegleitung (Tjorven Beck) klagen Maria und Josef , dass sie sich wieder auf die Flucht begeben müssen. Der Schluss gipfelt in mitreißender musikalischer Darbietung, begleitet durch die AG-Kammermusik: Der Chor der Engel „Ehre sei Gott in der Höhe“ ,der ‚Kanon der Landstreicher‘ ,die hier die Hirten ersetzen und der furios-verzweifelte Engelschor „Flieht! Flieht!“ Zum Abschluss, nach reichlich verdientem Applaus ,auch für die beteiligten Musiklehrer Dr. Sebastian Klemm, Hilke Polley, Holger Kelsch und Dirk Scheerer,, intonierte Sebastian Klemm auf der Orgel der Klosterkirche das bekannte „Macht hoch die Tür“ , das von den Besuchern mitgesungen wurde. Ein gelungener Einstimmungsabend auf die Weihnachtszeit!