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Der Laptop ersetzt die Tafel, Video-Konferenzen das Klassenzimmer. Homeschooling statt Präsenzunterricht gibt es seit Mitte Dezember auch an den Klosterschulen. Die Mädels der Schülerzeitung haben sich bei ihren Mitschülerinnen und Lehrern umgehört, was gut und schlecht läuft, was lustig und unterhaltsam ist und dabei interessante Einblicke erhalten.

Ein unterhaltsamer Gedanke kommt Lehrerin Marie Bauknecht in den Sinn, wenn sie an das digitale Lernen am Kloster denkt. „Wie es sich für altehrwürdige Klostermauern gehört, gibt es hier bei uns ein digitales Schulgespenst“, schmunzelt sie, „Ingrid Kamm“ Es geistert durch die Klassen-Teams und -Chats. „Mir ist zu Ohren gekommen, dass einige Schülerinnen schon etwas beunruhigt beobachtet haben, dass diese Phantom-Schülerin sich in mehreren Klassenteams einloggt und angeblich in die Klasse G9b gehen soll, die es aber gar nicht gibt. Unheimlich, oder?“  Wie uns aber zu Ohren kam, handelt es sich bei diesem Spuk in Wirklichkeit um eine “virtuelle Test-Schülerin”, also einen Account, mit dem sich Lehrer zu Übungszwecken einloggen können, etwa um auszuprobieren, wie beispielsweise eine Videokonferenz aus Schülerinnensicht aussieht. Denn in Sachen digitales Lernen überlassen die Lehrer nichts dem Zufall und wollen gut vorbereitet sein.

Dass dem so ist, meldeten uns auch viele Mitschülerinnen und deren Eltern zurück. “Im Homeschooling fühle ich mich eigentlich ziemlich gut“, erzählt Emilia aus der G9a. Es motoviere sie, dass man von  den Lehrern meist eine Rückmeldung zu den hochgeladenen Aufgaben bekomme. „Außerdem ist das digitale Lernen meiner Meinung nach auch sehr gut organisiert“, lobt die Gymnasiastin.  Auch eine andere Schülerin kann der Organisation des Fernunterrichts  Positives  abgewinnen, auch wenn sie, wie sie sagt, die Gemeinschaft und ihre Klassenkameradinnen sehr vermisst. „Gut ist, man kann sich seine Zeit selbst einteilen und Pausen machen, wenn sie nötig sind“, bemerkt die Sechstklässlerin.

Auch die Rückmeldung der Eltern fällt in sehr großen Teilen positiv aus, wie eine IQES-Umfrage in den 5. Klassen zeigt. Da an der Klosterschule der Online- Unterricht nach Stundenplan stattfindet, ist der Schultag gut strukturiert. Durch die Wochenpläne, die vor allem die unteren Klassen erhalten, wissen sowohl Eltern als auch Schüler, wann sie Online sein müssen und wann Phasen der eigenständigen Bearbeitung sind. Die große Mehrheit der Eltern gab in der IQES- Umfrage zudem an, dass ihre Tochter Unterstützung erhält, wenn Fragen auftauchen oder Aufgaben unklar sind. Und das ist gut so, denn manchmal können es auch ganz schön viele Aufgaben sein und das eigenständige Lernen wird auf die Probe gestellt.

Kompliziert wird es auch dann, wenn das Internet zu langsam ist oder gar nicht erst funktioniert oder jemand etwas sagen will, aber der Ton sich nicht einschalten lässt. Diese Erfahrungen machen aber nicht nur wir Schüler. „Schwierig, wenn die Technik klemmt und man viel wiederholen muss“, weiß auch Lehrerin Regina Törnig-Grohe zu berichten. Auch sei es schade, dass man nur in so wenige Gesichter schauen kann, da die Kameras in der Regel aus sind. Beruhigend sei aber das Gefühl, dass Online- Unterricht zu guten Lernergebnissen führen kann. „Respekteinflößend sind die Motivation und Ausdauer vieler Schülerinnen“, so der O-Ton vieler Lehrer. Dies bestätigt auch die Mehrheit der Eltern, die finden, dass ihre Tochter konzentriert an den gestellten Aufgaben arbeitet.

Fazit: Keine Frage, wir wünschen uns alle bald wieder Präsenzunterricht, Kontakte und den Austausch am Kloster. Aber bis dahin ist unser digitaler Unterricht definitiv viel besser als nichts.