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Fotofilter, Fitness-Armband, Ernährungsapp. Immer schneller, höher, weiter… Es scheint ein zutiefst menschliches Bedürfnis zu sein, immer wieder die Grenzen des Gegebenen und Machbaren zu durchbrechen. Da macht der Mensch auch nicht vor sich selbst Halt. Wer möchte nicht immer produktiver, gesünder, glücklicher, schöner werden? Aber was sind wir bereit, dafür zu tun und sollten wir solch ein selbstverständlich erscheinendes Bestreben nicht auch immer wieder kritisch reflektieren? Wir Menschen neigen dazu mit scheinbaren Selbstverständlichkeiten mitzusurfen und uns dadurch auch zu verändern.

Aber welche theologischen, philosophischen und ethischen Fragen ergeben sich aus diesem Trend? Gemeinsam mit über 180 Teilnehmer:innen aus dem gesamten Erzbistum Freiburg hat sich der Grundkurs Religion K2 (rel1) unserer Klosterschule diesem Phänomen und den damit verbundenen Fragen gestellt. Im Rahmen eines Online-Seminars der Katholischen Akademie Freiburg wurde Regisseurin Reinhild Dettmer-Finke („Du sollst Dich optimieren“ – ARTE Reportage) zu einem Gespräch eingeladen. Im Anschluss hielt Frau Prof. Dr. Ursula Nothelle-Wildfeuer (Albert-Ludwigs-Universität) einen Vortrag, der das gesellschaftliche Phänomen der Selbstoptimierung unter den Gesichtspunkten christlicher Sozialethik beleuchtete. Am Nachmittag erhielten die Schülerinnen die Möglichkeit, in Workshops gemeinsam mit Theologie-Studierenden der Albert-Ludwigs-Universität einzelne Facetten dieses vielschichtigen Phänomens zu vertiefen. Was heißt gelingende Selbstoptimierung als Mensch und als Christ:in? Verlangt Gott mitunter eine Optimierung meines Selbst in Hinblick auf seine Gebote? Oder was können Christ:innen neoliberalen Idealen der Selbstoptimierung entgegensetzen? Wie ambivalent Selbstoptimierung ist, wird bereits an diesen Impulsfragen, die den Nachmittag des diesjährigen Gipfeltreffens bestimmten, deutlich. Zudem zeigen sie auf, dass eine eindeutige und einfache Antwort zwar nicht gefunden werden kann, aber das Nachdenken über diesen Trend lohnend und bereichernd sein kann.